Schule der Vielfalt - Schule für alle von 6 - 14!

In der Lerngemeinschaft Wien 15 lernen Kinder aller Begabungsarten von der 1. bis zur 8. Schulstufe und Volksschul-, Sonderschul-, Hauptschul- und AHS- Lehrerinnen MITEINANDER und VONEINANDER.

Entstehungsgeschichte

Die Lerngemeinschaft entstand aus einer der ersten Integrationsklassen Wiens, aus der – quasi als logische Folge- vor etwa 12 Jahren eine Mehrstufenklasse wurde. Vor vier Jahren entwickelte sich daraus unsere  „nahtstellenlose“ Lerngemeinschaft, die Grund- und Mittelstufe an einem Standort, der öffentlichen VS 15, Friedrichsplatz 5, vereint. So konnten wir auch die Fallgrube der unflexiblen, gnadenlosen Nahtstelle zwischen Unter- und Mittelstufe umgehen. In der EU sortieren nur mehr Österreich und Deutschland die Kinder um das 10 Lebensjahr herum nach dem Aschenputtel-Prinzip (… die Guten in …, die Schlechten in ….) aus!  
Im Sommer 2007 entließen wir unsere ersten „Achtklässler“. Alle besuchten weiterführende Schulen- auch die, die auf Grund von Schulproblemen zu uns wechselten.

Pädagogisches Konzept der LG

Wir orientieren uns vorwiegend an Montessori-Pädagogik, Jenaplan, und Daltonplan. Durch die neuesten Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften, die reformpädagogische Grundsätze nachträglich bestätigten, fühlen wir uns in unserem Konzept bestärkt! Die Forschungen belegen z.B. die Bedeutung der Emotionen für Lern- und Merkprozesse – etwas, was Volksmund und „gesunder Hausverstand“ schon lange wissen!
Unser „HAPPINET“ , das quasi der „Überbau“ des pädagogischen Konzeptes ist, trägt dem Rechnung. Es setzt sich aus Bausteinen zusammen, die die Glücksforschung – basierend auf wissenschaftlich belegten Daten- als wesentlich für ein gelingendes, glückliches Leben ansieht. Mehr noch – sie können nachhaltig dabei helfen, ein Schutzschild gegen negativen Stress und dessen Auswirkungen – bis hin zu Burnout und Depressionen, aber auch Aggressionen - aufzubauen.  
Bei der Planung und Durchführung unserer fächerübergreifenden,  ganzheitlichen Lernnetze berücksichtigen wir - so oft wie möglich und sinnvoll - diese „Glücksbausteine“. Die Lernnetze knüpfen wir zu  Themenbereichen, die für Kinder lebensnah und interessant sind.
Sie ziehen sich oft durch alle Stammklassen, so dass alle Kinder am gleichen Vorhaben arbeiten können- jedes auf seinem individuellen Niveau! Auf diese Weise erhält das Training der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und (Sach-) Rechnen einen erkennbaren Sinn und die kreativen Fächer interessante Anknüpfungspunkte.
Dank der projektorientierten Arbeit mit Lernnetzen geben wir den Kindern bewusst Zeit, sich auf ein Thema, bzw. auf einen Aspekt des Themas, der sie besonders interessiert, einzulassen und (sich) zu vertiefen. Am Exempel des jeweiligen Schwerpunktthemas erwerben und trainieren sie Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz. Die befähigen sie dazu, sich selbstständig und selbstmotiviert neue Themenbereiche zu erarbeiten und lebenslang effizient weiterzulernen. Das Ziehen von Querverbindungen und die Anwendung von Wissen in neuen Zusammenhängen fördert vernetztes, ganzheitliches Denken.
All diese Kompetenzen sind Schlüssel zu einer individuell bestmöglichen Zukunftsbewältigung.
„Lernen lernen“ und „Denken lernen“ sind weitere wichtige Eckpunkte unseres pädagogischen Konzepts. Ihnen wird in jedem Fach besonderes Augenmerk geschenkt, indem verschiedene Lern- und Denktechniken an praktischen Beispielen spielerisch trainiert werden. Aus diesem Grund werden - wann immer möglich und sinnvoll- Kerninfos des jeweiligen Schwerpunktthemas mit dem Erwerb und dem Training von „Lerntricks“ (Lerntechniken)  und „Denkspielen“ (Denktechniken) verknüpft.
Durch die Arbeit an gemeinsamen Themen ergeben sich zahlreiche Gelegenheiten zu Kooperation und „Lernen durch Lehren“.
Dank unserer Heterogenität (Alter und Begabungsart) können alle Kinder Vorbild sein und anderen etwas zeigen oder erklären. Umgekehrt wird allen Kindern von anderen geholfen. Jedes spürt und erlebt am eigenen Leib, wie wichtig achtsamer, rücksichts- und respektvoller Umgang miteinander für das Wohlbefinden aller ist. Sie lernen unterschiedliche Standpunkte und Blickwinkel kennen, sich einzufühlen, trainieren Empathie und emotionale Intelligenz.

Soziales Lernen findet bei uns immer statt!


Konklusio


Es ist uns sehr wichtig, ALLEN Kindern Erfolgserlebnisse zu ermöglichen, die ihr Selbstwertgefühl und ihre Glückskompetenz stärken und Selbstmotivation fördern.

Lebenskunst und einen „guten Geist“ zu vermitteln, das ist uns sehr wichtig!

Mit diesen Kompetenzen gerüstet, lernen unsere Kinder Anforderungen gelassen und umsichtig zu begegnen, Probleme logisch und kreativ zu lösen und sich mutig den Herausforderungen der Zukunft zu stellen - und an denen wird es ihnen wahrlich nicht mangeln!

 
Ingrid Teufel,
im Namen des Teams der Lerngemeinschaft/ MC